
Virtuelle Patientenfälle
Notfallmedizin
GGH - Fall 1 (Vaginale Blutung in der Schwangerschaft)
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Die korrekte Antwort lautet:
Pathologisches CTG mit Baseline-Tachykardie, deutlich reduzierter Baseline-Variabilität (<5 bpm) und repetitiven späten Dezelerationen; präterminales Muster mit hoher Wahrscheinlichkeit für fetale Hypoxämie/-azidose.
Eine korrekte CTG-Befundsprache beschreibt zunächst die Elemente (Baseline, Variabilität, Akzelerationen, Dezelerationen) und leitet daraus die Klassifikation ab. Die Kombination aus Baseline-Tachykardie, deutlich reduzierter Variabilität (<5 bpm) und repetitiven späten Dezelerationen entspricht definitionsgemäss einem pathologischen Muster (FIGO „pathological“, NICHD Kategorie III) und ist als präterminal zu werten, weil die aufgehobene/markant verminderte Variabilität mit späten Dezelerationen eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine relevante Hypoxämie bis hin zur metabolischen Azidose anzeigt. Option A verharmlost die Variabilität und verwechselt die Dezelerationsform (variabel statt spät), Option B setzt fälschlich ein sinusoidales Muster voraus (regelmässige oszillierende Wellen ohne Dezelerationen), und Option D ist mit „späten“ Dezelerationen per Definition nicht vereinbar und irrtümlich als normal klassifiziert.

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